Autobatterie winter(Bildquelle: Fotolia)
Autobatterie winter 2(Bildquelle: Fotolia)

Mit der Autobatterie sicher durch den Winter kommen

Experten raten, im Herbst einen Wintercheck machen zu lassen.

Autopannen kommen in aller Regel unverhofft und können somit für viel Hektik und Stress sorgen. Wer mit dem Fahrzeug stehen bleibt, kann meist nicht mehr viel machen. Entweder man lässt das eigene Fahrzeug abschleppen oder es wird gleich ein Pannendienst eingeschaltet. Je nach Art des Defekts kann passieren, dass man viel Zeit verliert und somit viele Dinge neu planen muss.

Es gibt aber auch Pannen, die vorhersehbar sind. Hierzu zählen besonders Autos, die aufgrund der Winterkälte gar nicht erst anspringen. So gut wie jeden Winter kommt es vor, dass unzählige Berufstätige zu spät am Arbeitsplatz erscheinen, weil ihre Fahrzeuge nicht anspringen wollten. In den meisten Fällen wäre es möglich gewesen, den Defekt zu verhindern. In anderen Worten: Die Autofahrer sind an den Ausfällen ihrer Fahrzeuge selbst schuld.

Ausfälle dieser Art sind ungemein verbreitet. Vor allem wenn es im Winter richtig kalt wird. Es gibt Nächte, in denen die Temperaturen stark abfallen und somit den schwachen Autobatterien stark zusetzen. Wer am Morgen in sein Fahrzeug einsteigt, hat oftmals keine Chance. Ist die Batterie richtig erschöpft, hört man noch nicht einmal mehr den Starter. Teilweise bewegt sich der Starter sogar, doch es ist letztlich nicht genug Energie vorhanden, um das Fahrzeug zu starten.

Wer sich in solch einer Situation befindet und einen Pannendienst anruft, muss oft lange warten. Es kann davon ausgegangen werden, dass man nicht die einzige betroffene Person ist. In den Großstädten werden die Spezialisten der Automobilclubs zu hunderten von Einsatzorten gerufen. Je nach Fahrzeug dauert es ungefähr 15 bis 60 Minuten, um sie wieder zu starten. Wartezeiten von mehreren Stunden sind bei einer solch hohen Nachfrage nicht ungewöhnlich.

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Am besten ist es, wenn man es gar nicht erst soweit kommen lässt. Dies ist auch gar nicht so schwer, wie es sich anhört. Letztlich sind die Fahrzeugbesitzer an ihrem Dilemma selbst schuld: Meist haben sie weder ihre Autobatterien geschont noch geprüft. Dabei raten Experten dazu, im Herbst einen Wintercheck in einer Kfz-Werkstätte zu machen, der auch eine Überprüfung der Batterie umfasst. Sollte sich dabei herausstellen, dass die Batterie schon alt ist und daher nicht mehr genügend Leistung bereitstellen kann, tauscht man sie aus.

Eine weitere Maßnahme besteht darin, die Batterie gezielt zu schonen. Wer seine Autobatterie bei niedrigen Temperaturen stark beansprucht, braucht sich nicht wundern, wenn sie nach einer kalten Nacht nicht mehr ausreichend Energie zum Starten des Motors liefert. Verbraucher wie Scheibenheizung, Sitzheizung, Autoradio, Fernlicht etc. ziehen sehr viel Strom - teilweise so viel Strom, dass die Lichtmaschine mit dem Laden nicht hinterher kommt. Besonders kurze Fahrten gelten als riskant: Der Startvorgang kostet ungemein viel Energie. Es bedarf einer Fahrzeit von gut einer halben Stunde, um die ursprüngliche Ladung wiederherzustellen.

Dass Fahrzeuge aufgrund der niedrigen Temperaturen nur schwer anspringen, hat mehrere Ursachen. Im Wesentlichen ist es die Kälte, die der Autobatterie zusetzt. Sie erhöht den inneren Widerstand der Batterie, was letztlich einen großen Unterschied macht. Außerdem muss der Starter mehr Kraft aufwenden, um den Motor mit seinem kalten und daher zähen Motoröl in Bewegung zu setzen.

All diese Probleme lassen sich jedoch verhindern. Gerade bei kurzen Fahrten empfiehlt es sich, elektrische Verbraucher nur eingeschränkt zu nutzen. Lange Fahrten helfen dabei, die Batterie zu laden. Ansonsten kann es hilfreich sein, die Batterie gezielt nachzuladen. Zudem sollte man stets ein Ladekabel mit an Bord haben. Sollte das Fahrzeug nach einer kalten Nacht nicht anspringen, bittet man jemanden um Starthilfe.