So schützt man sich gegen Autodiebe im Urlaub

Warum ein fehlender Tankdeckel stutzig machen sollte

Einmal unachtsam im Gedränge und schon fehlt die Geldtasche. Das Auto nur kurz abgestellt und plötzlich ohne fahrbaren Untersatz. Sich mit dem "Hütchenspieler" in der Fußgängerzone auf ein Spiel eingelassen und garantiert verloren. Die ÖAMTC-Touristik gibt in Kooperation mit dem Bundeskriminalamt Tipps, wie man sich im Urlaub vor Trickdieben schützen kann.

Taschendiebe gehen meist mit ihren Opfern auf "Tuchfühlung". Vor allem große Menschenansammlungen an Strandpromenaden, in Fußgängerzonen oder bei Sehenswürdigkeiten ziehen Diebe an. Besonders beliebt sind kleine Rempler im Gedränge. Manchmal beschmieren die Gauner dabei ihr Opfer mit Senf, Ketchup oder Eis. "Die vermeintliche Hilfsbereitschaft beim Abwischen endet mit dem Verlust der Wertsachen", warnt ÖAMTC-Touristikerin Tanja Gems. "Man sollte deswegen 'Reichtümer' nie auffällig zur Schau tragen ." Schmuck und teure Uhren also im Hotelsafe oder überhaupt zuhause lassen. Teure elektronische Geräte wie Digital- oder Videokameras sollte man besser in unauffälligen Taschen mitnehmen und immer im Auge behalten. Dokumente und größere Geldsummen gehören in den Hotelsafe.

Urlauberautos sind Objekte der Begierde

"Autodiebe gehen meist den Weg des geringsten Widerstands ", weiß die ÖAMTC-Touristikerin. "Ein Profi benötigt höchstens zwanzig Sekunden, um ein Auto zu stehlen." Autodiebe beobachten zunächst die Umgebung und vergewissern sich, ob etwas offen im Fahrzeug liegt, ob eine Alarmanlage installiert ist und ob der Wagen leicht zu knacken ist. " Wer sein Fahrzeug sichert und keine Wertgegenstände im Fahrzeug liegen lässt, verringert das Risiko, Diebe anzuziehen ", so Gems. Verlässt man das Fahrzeug für längere Zeit, sollte man es nach Möglichkeit nur auf bewachten Parkplätzen oder, wenn nicht vorhanden, auf belebten Parkplätzen abstellen. Nützlich ist jede Art von mechanischer oder elektronischer Wegfahrsperre. Sie bedeutet für den Dieb mehr Arbeit und eine größere Gefahr ertappt zu werden. Teure Autos sollte man mit einer hochwertigen Alarmanlage ausrüsten und mit einer Wegfahrsperre kombinieren.

Weitere Tipps, um vor Gaunern auf der Hut zu sein:

  • Fehlt der Tankdeckel , muss man das unbedingt ernst nehmen. Profis können anhand des Tankschlosses einen Zweitschlüssel feilen. Die Tankdeckelmethode funktioniert natürlich nicht, wenn Tankschloss- und Startschlüssel verschieden sind.
  • Keine Wertgegenstände (Handy, Laptop, Geldbörse usw.) im Fahrzeug liegen lassen.
  • Wagenschlüssel abziehen und das Fahrzeug immer versperren , selbst wenn man es nur für kurze Zeit verlässt (zum Beispiel um die Tankrechnung zu bezahlen).
  • Sperrstöcke , die das Lenkrad fixieren, sind schwer zu knacken. Dieselbe Wirkung erzielen Schlösser an Schalthebel oder Handbremse.
  • Elektronische Wegfahrsperren unterbrechen Benzinpumpe, Zündung und Zündspule.
  • Autoradiopass ausfüllen und außerhalb des Fahrzeugs aufbewahren. Dies erleichtert nicht nur die Schadensabwicklung mit der Versicherung im Fall eines Diebstahls, sondern auch der Exekutive die Fahndung nach den Tätern.
  • Autokennzeichen im Radio einspeichern : Nach dem Einschalten erscheint das Kennzeichen am Display. Der rechtmäßige Besitzer ist auf diese Art leicht auszuforschen, wenn das gestohlene Radio bei einem Dieb beschlagnahmt wird.
  • Individuelle Nummer in das Radiogehäuse eingravieren: Die Nummer sollte im Autoradiopass eingetragen sein. Das erleichtert der Exekutive den Namen des Eigentümers zu ermitteln.

Wenn man trotz aller Vorsicht zum Opfer von Dieben geworden ist, muss der erste Weg zur Polizeistation führen. "Bei Diebstählen heißt es unverzüglich Anzeige erstatten. Die Anzeigenbestätigung ist nötig für die Versicherung", so die ÖAMTC-Touristikerin.

Das modernste Sicherheitssystem für Fahrzeuge sind der A1 Carfinder und der Dolphin-ÖAMTC-Satalarm mit Fahrzeugortung. Sobald das Fahrzeug unbefugt in Betrieb genommen wird, geht in der ÖAMTC-Zentrale eine Alarmmeldung ein. Durch Satellitenortung kann jederzeit punktgenau festgestellt werden, wo sich das Auto befindet. Nach Rücksprache mit Europol und der lokalen Polizei kann der ÖAMTC-Mitarbeiter die elektronische Motorblockade auslösen. Infos zum A1 Carfinder und Dolphin-ÖAMTC-SatAlarm gibt es unter www.oeamtc.at/telematik .

Quelle: ÖAMTC

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