Autofahren - Wo Sie Kosten sparen können

Tanken, Vignette, Versicherung und Co

Weihnachten steht vor der Tür und so manche Brieftasche wird wieder ordentlich belastet. Nicht unnötig belasten sollten Autofahrer hingegen die Haushaltskasse für laufend anfallende Autokosten. Kombiniert man die Ratschläge von ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau und ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl, ergeben sich gute Einsparungsmöglichkeiten beim Tanken, dem Vignettenkauf oder den Versicherungszahlungen.


1. Preisbewusstes Tanken

Geld sparen beginnt schon beim Spritpreis-Vergleich. Derzeit kostet z. B. der billigste Diesel pro Liter 0,619 Euro, der billigste Liter Superbenzin 0,781 Euro. Gegenüber den Höchstpreisen kann man damit bis zu 16 Cent pro Liter sparen, das bedeutet bei einer durchschnittlichen Tankfüllung rund 10 Euro Ersparnis. Die preisgünstigsten Tankmöglichkeiten an österreichischen Tankstellen hat der ÖAMTC auf seiner Webseite aufgelistet. Die Preisabfragen können nach Kraftstoffsorte, Bundesland oder Ort sortiert vorgenommen werden.


2. Optimale Fahrweise zum Kraftstoff sparen

Noch mehr sparen beim Kraftstoffverbrauch kann man durch entsprechende Fahrweise. Einsparungen bis zu 20 Prozent sind möglich, wenn die folgenden Tipps von ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl beachtet werden:

  • "Spritfresser", wie zu niedriger Reifendruck oder unnötiger Ballast an Bord, gehören beseitigt.
  • Nach dem Starten sofort losfahren. Im kalten Zustand braucht jeder Motor wesentlich mehr Sprit. Daher auch im Winter nicht den Wagen warmlaufen lassen.
  • Fahren im höchstmöglichen Gang. Möglichst früh hoch und möglichst spät herunter schalten, wirkt sich ebenfalls günstig auf die Tankfüllung aus. Unter zirka 1.500 U/min sollte die Motordrehzahl aber nicht fallen.
  • Vorausschauend, flüssig und intelligent fahren. Wird genügend Abstand zum Vordermann gehalten, können Geschwindigkeitsunterschiede eleganter ausgeglichen werden. Überhöhtes Tempo auf der Autobahn kostet nicht nur Strafe, sondern auch mehr Kraftstoff pro gefahrenem Kilometer. Außerdem sollte bei jeder Gelegenheit - beim Bergabfahren oder beim Annähern an eine rote Ampel - die Motorbremswirkung genutzt werden.
  • Motor nicht unnötig laufen lassen, wenn das Auto steht. Beim Warten vor einem Bahnübergang oder bei einer Liefertätigkeit wird sinnlos Kraftstoff verbraucht, wenn der Motor im Stand läuft.
  • Regelmäßige Fahrzeugchecks. Das Auto muss in einem einwandfreien Zustand sein, damit der Spritverbrauch optimal ist. Jedenfalls sollten technische Mängel, wie alte Zündkerzen, ein verdreckter Luftfilter oder fehlerhafte Elektronik, unbedingt beseitigt werden.

3. Kluger Vignetten-Kauf

Die Jahresmautvignette für Pkw kostet 72,60 Euro und ist insgesamt 14 Monate (vom 1. Dezember 2003 bis zum 31. Jänner 2005) gültig. Wer so gut wie nie das hochrangige Straßennetz benützt, sondern nur in Ausnahmefällen, wie z. B. bei einer Urlaubsfahrt, sollte überlegen, ob er nicht mit Zweimonats-Vignetten (à 21,80 Euro) oder Zehntages-Vignetten (à 7,60 Euro) auskommt. "Ebenso scharf rechnen müssen jene, die im Laufe des Jahres vorhaben, ein neues Auto anzuschaffen", empfiehlt ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau.


4. Motorbezogene Versicherungssteuer: Gewusst wie, möglichst wenig zahlen

Die Kfz-Steuer für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen wird exakt nach der Motorleistung in kW bemessen: Je weniger Motorleistung, desto weniger Steuer. Weiterer Spartipp: Jährliche Zahlungsweise kommt billiger. Die Zahlungsweise der Steuer ist immer ident mit der Zahlungsweise der Kfz-Haftpflichtversicherungsprämie.

So wird die motorbezogene Versicherungssteuer für Pkw/Kombi und andere Kfz bis 3,5 t berechnet:

kW minus 24 pro Monat mal:
0,55 Euro bei jährlicher Zahlung
0,583 Euro bei halbjährlicher Zahlung
0,594 Euro bei vierteljährlicher Zahlung
0,605 Euro bei monatlicher Zahlung.

Für einen Pkw mit 66 kW Motorleistung beträgt die Jahressteuer zum Beispiel 277,20 Euro.


5. Kfz-Versicherung: Angebote vergleichen

Vor Abschluss eines Versicherungsvertrages sollte man mehrere Angebote vergleichen. "Nicht das erstbeste Angebot nehmen, sondern sich bei mehreren Versicherungen umhören", empfiehlt die Club-Expertin. Es gibt am Markt eine Reihe von Rabattmöglichkeiten bzw. Mehrleistungen. ÖAMTC-Tipp: Wer über den Club bei der SK-Versicherung eine Haftpflichtversicherung abschließt, ist ohne Mehrprämie mit zehn Millionen Euro abgesichert.

Ähnlich wie bei der motorbezogenen Versicherungssteuer ist die monatliche, viertel- oder halbjährliche Zahlungsweise meist teurer als die jährliche. Manche Versicherer bieten aber auch monatliche Zahlungsweise ohne Zuschlag an. Auch Abbuchung der Prämie vom Konto kommt billiger als Zahlung mit Erlagschein.

Quelle: ÖAMTC