Automarder

Im Frühjahr schmecken dem Marder die Kabeln am besten

Marder haben eine Schwäche für Autos. Speziell der Geschmack von Fahrzeugkabeln, Gummidichtungen und Schläuchen hat es ihnen angetan. Besonders im Frühjahr, wenn der Marder-Nachwuchs auf erste Entdeckungsreisen geht, suchen die Tierchen das eine oder andere Fahrzeug heim. Die Auswirkungen sind oft mit beträchtlichem Ärger und Kosten verbunden.

Das Problem: Folgeerscheinungen von Marderbissen werden oft zu spät erkannt. Zündkabelschäden (Zündaussetzer) können Katalysatorschäden verursachen. "Wasserverlust durch einen Maderbiss kann in den schlimmsten Fällen sogar zu einem Motorschaden führen", warnt der technische Schulungsleiter des ARBÖ, Gottfried Moser.

Der ARBÖ rät: Achten Sie auf die Fehlerlampen am Armaturenbrett und fahren Sie auf keinen Fall mit Motoraussetzern. Durch eine Sichtprüfung und auslesen des Fehlerspeichers mit modernsten Fehlerauslesegeräten können die Schäden in einem Prüfzentrum schnell lokalisiert werden. Ein sofortiges Beheben des Schadens kann enorme Kosten sparen.

Hat der Marder einmal zugebissen, sollte eine Motorwäsche unbedingt durchgeführt werden. Denn sonst werden durch den Geruch andere Marder-Kollegen angezogen.

Als Vorsorge gibt es einige Maßnahmen, die die Beißlust des Marders vermindern können. Da die Tiere jedoch sehr intelligent sind, gewöhnen sie sich selbst an das sicherste Abschreckmittel.

  • Motorunterseite, Kabel oder Schläuche abdecken lassen
  • Marder-Ultraschall-Sicherung einbauen. Sie sendet hochfrequente Signale aus, die die Tiere nicht mögen. Erhältlich sind die Geräte im Autozubehörhandel. Angeschlossen werden sie an der Autobatterie und verbrauchen kaum nennenswerte Energie.
  • Elektrischen Schutz nach dem "Weidezaun-Prinzip" einbauen lassen
  • Auto auf feinen Maschendraht parken

Gottfried Moser über die Wirkung von Hausmitteln : "Hunde-Urin, Hunde-, Katzenhaare oder WC-Steine mögen zwar in bestimmten Fällen auf den Marder abschreckend wirken, eine Erfolgsgarantie kann aber sicher nicht gegeben werden."

Quelle: ARBÖ

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