Beifahrer tipps(Bildquelle: ÖAMTC)

Tipps wie Sie ein guter Beifahrer werden

Sicherer Umgang mit Straßenkarten bei Lenkern besonders beliebt

93 Prozent aller Autolenker wünschen sich einen Beifahrer, der bei der Wegsuche behilflich ist und den Umgang mit der Straßenkarte beherrscht - das zeigt die jüngste Beifahrer-Umfrage des ÖAMTC unter 500 Befragten. "Man hebt seine Sympathiewerte als Beifahrer erheblich, wenn man weiß, wo es langgeht", sagt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Dora Donosa. "Aber nicht jede oder jeder traut sich die Rolle des Navigators zu." Damit das Fahren nach Karte nicht zur Nervenprobe für alle Beteiligten wird, hat die ÖAMTC-Expertin hilfreiche Tipps zusammengestellt:

  • Richtiges Kartenmaterial: Schlecht startet, wer aus dem Fundus einen alten Plan hervorkramt. Doch auch bei aktuellem Material gibt es Unterschiede: "Vor Fahrtantritt sollte man sich mehrere Straßenkarten anschauen, um festzustellen, mit welcher man am besten zurecht kommt", empfiehlt Donosa. "Jeder hat seine Vorlieben, was die Darstellungsart angeht." Große Faltkarten verursachen häufig Platzprobleme, Atlanten bzw. gebundene Straßenpläne sind handlicher. Stadtkarten sollen möglichst detailgenau sein, Straßenkarten dürfen nicht überfrachtet mit Informationen sein.
  • Gute Reisevorbereitung: Die Route sollten Fahrer und Kartenleser gemeinsam durchsprechen, damit beide ein Gefühl für die Strecke bekommen. Legenden-Symbole und Farben der Straßenkategorien auf der Karte prägt man sich am besten schon vor Fahrtantritt ein.
  • Cool bleiben beim Karten lesen: Der Beifahrer sollte sich in die Situation des Fahrers hineinversetzen können. Wichtig ist, dass man den Piloten nicht in Stress versetzt, indem etwa Abzweigungen im allerletzten Moment angesagt werden.
  • Gelassenheit hinterm Lenkrad: Umgekehrt sollte der Lenker dem Karten lesenden Beifahrer nicht dauernd hineinreden oder ihn bevormunden. Donosa: "Selbst wenn er die Karte noch so umständlich dreht, sollte das respektiert werden. Jeder hat seine eigene räumliche Vorstellungsgabe und individuelle Art, mit Karten umzugehen."
  • Streiten macht´s schlimmer: Jedem Kartenleser kann auch einmal ein Fehler unterlaufen, aber das ist noch kein Grund für einen Streit. Viel eher sollte man an einer geeigneten Stelle anhalten, um den richtigen Weg in Ruhe gemeinsam durchzusprechen. "Wer sich nicht mehr auskennt, darf auch nicht zu stolz sein, um nach dem Weg zu fragen", sagt die ÖAMTC-Expertin.

Wo Beifahrer sonst noch punkten können

Der "aufmerksame Beifahrer" steht ganz oben in der Gunst des Fahrers. "Unsere Befragung hat gezeigt, dass Lenker die Hinweise des Beifahrers auf Gefahrenquellen und Verkehrskontrollen besonders schätzen", berichtet Donosa. Dicht dahinter steht der Wunsch nach einem gelassenen und entspannten Beifahrer. Auch lobende Worte für den Fahrstil sind gefragt. Hoch im Kurs sind auch Beifahrer, die den Lenker auf Anzeichen von Müdigkeit aufmerksam machen.

Fahrstilkritiker, Angsthasen und Gurtmuffel am Beifahrersitz ärgern die befragten Autofahrer am meisten. "Streit und Konflikte im Auto jedoch unbedingt vermeiden. Das beeinträchtigt die Konzentration des Lenkers und zieht Aufmerksamkeit vom Verkehrsgeschehen ab", warnt Donosa. Sie fordert beide Autopassagiere auf, sich um das Wohl des anderen zu bemühen. "Der Lenker soll dem Beifahrer sagen, was ihm hilft, sicher und konzentriert zu pilotieren. Der Beifahrer beherzigt das dann am besten zu seiner eigenen Sicherheit."

Die ÖAMTC-Touring-Sets - bestehend aus Reise- und Regionalkarten, Länder- und Städteführer, sowie einem Informationsblatt mit den wichtigsten geltenden Bestimmungen des jeweiligen Landes - können von Club-Mitglieder an allen Dienststellen des ÖAMTC oder auch über die ÖAMTC-Webseite angefordert werden. Bei der Reisevorbereitung kann der ÖAMTC-Routenplaner - ebenfalls auf der Homepage des Clubs - wertvolle Dienste leisten.

Quelle: ÖAMTC