Radikale Diät : Gefährliche Wirkung aufs Autofahren

Sehstörungen und schlechtere Konzentrationsfähigkeit als Folge von falschen Diäten

In der Fastenzeit möchte der eine oder andere ein paar Kilo abspecken. "Einseitige Radikaldiäten oder Nulldiäten, wie sie in Illustrierten oft angepriesen werden, schaden aber dem Körper und beeinträchtigen die Fahrtüchtigkeit", erklärt ÖAMTC-Mediziner Raimund Saam.

Durch den Flüssigkeitsmangel und das Absinken des Blutzuckergehalts kommt es rasch zu psychischen und physischen Ausfallserscheinungen wie leichtere Ermüdbarkeit, Nachlassen der Konzentrationsfähigkeit oder Sehstörungen samt Einengung des Gesichtsfeldes. "Wer z.B. zwei Tage lang nichts isst und dann mit dem Auto fährt, muss mit einer verlängerten Reaktionszeit und Problemen beim Erfassen komplexer Verkehrssituationen rechnen", so der ÖAMTC-Mediziner.

Ähnlich gravierende Auswirkungen haben Appetitzügler oder Medikamente , wie sie oft im Internet angeboten werden. Sie beeinträchtigen das Reaktionsvermögen und führen zu Übererregbarkeit. Auch bei einer Reduktionsdiät mit ärztlich angeordneten Medikamenten ist zumindest in der Anfangs- und Gewöhnungsphase Vorsicht beim Autofahren geboten.

Wer fasten möchte, sollte das sinnvoll machen. "Die Reduktion von Fleischspeisen, der Verzicht auf Alkohol und die Einnahme der letzten Mahlzeit vor 15 Uhr haben einen positiven Effekt", erklärt der ÖAMTC-Mediziner. Die optimale Ernährung - nicht nur für Autofahrer - sollte ausgewogen sein. Wichtig ist, dass die Nahrung vitaminreich ist und dass auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr (drei Liter pro Tag) geachtet wird. "Autofahrer brauchen an Nährstoffen außerdem Glukose, um das Gehirn zu aktivieren, und die Vitamine A, B und C als 'Nervennahrung'", erklärt der ÖAMTC-Experte abschließend.

Quelle: ÖAMTC

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