Ernährung beeinflusst Konzentration beim Autofahren

Energydrinks rauben dem Körper mehr Energie als sie geben

In der dunklen Jahreszeit macht die Müdigkeit den Autofahrern besonders zu schaffen. Es fehlt das Sonnenlicht und den meisten Menschen auch noch die zusätzlichen Vitamine, die der Körper braucht. " Besonders wenn man mit dem Auto lange Strecken unterwegs ist, muss man darauf achten, was man isst und vor allem trinkt ", sagt ÖAMTC-Verkehrsmediziner Raimund Saam. Bei einer achtstündigen Autofahrt braucht man im Winter zumindest zwei Liter Flüssigkeit, im Sommer sogar drei. Am besten trinkt man Wasser oder Tee. "Energydrinks" oder andere Aufputschmittel sind keine Muntermacher. "Der Schlafbeginn zögert sich hinaus und die Energiedepots im Gehirn werden verstärkt abgebaut. Die Folge kann sogar ein plötzliches Einnicken ohne vorherige Anzeichen wie Gähnen sein", erklärt Saam.

Kurz bevor man wegfährt, ist es wichtig, eine kleine Mahlzeit zu sich zu nehmen. "Wobei ein großer Teil Kohlehydrate sein sollen, nicht zu fettig und nur wenig Proteine. Denn Fette und Eiweiße brauchen viel Energie zum Verdauen, die dem Gehirn dann für die Reaktionsfähigkeit fehlt", weiß der ÖAMTC-Verkehrsmediziner. Der wichtigste Nahrungsbestandteil für das Gehirn ist Glukose, allerdings nur in gebundener Form, wie Kartoffeln, Nudeln oder Brot.

Einfachzucker (z.B. Traubenzucker ), auch eine Form von Glukose, gibt kurzfristig Energie, der Blutzuckerspiegel sinkt aber dann schnell wieder ab und die Folge ist Ermüdung und Heißhunger. Der Körper will nämlich seine Energiereserven schnell wieder auffüllen. "Nimmt man eine sehr fettige, deftige Mahlzeit zu sich und setzt sich hinters Steuer, dann braucht der Magen viel Energie für die Verdauung - genau diese fehlt dann dem Gehirn für die Konzentration. Das heißt, die Aufmerksamkeit sinkt und man reagiert langsamer ", erläutert der ÖAMTC-Verkehrsmediziner.

Damit die Energie konstant bleibt, sind kleine Zwischenmahlzeiten notwendig, die man ungefähr alle 2,5 Stunden zu sich nimmt. Dabei gilt es wieder die richtige Zusammensetzung zu beachten. Für die Zwischenmahlzeit sollte man sich eine halbe Stunde Zeit gönnen, bei einer Hauptmahlzeit mindestens eine Stunde.

Vitamine und Mineralstoffe, die für den Autofahrer besonders wichtig sind:

Vitamin E und A: Rund 90 Prozent nimmt der Lenker über die Sehkraft wahr. Diese Vitamine sind für die Augen ein bedeutendes Plus. In Karotten findet man viel davon.

Vitamin B: Das ist gut für die Nerven und steckt vorrangig in Gemüse, Fleisch, Nüssen und Getreide.

Vitamin D: Findet man in Fleisch, Eiern, Fisch oder auch in Steinpilzen und es hilft dem Knochenstoffwechsel, sprich auch dem Stützapparat wie der Wirbelsäule.

Jod, Zink, Fluor und Eisen: Sind im Fisch vorhanden und stärken das Immunsystem.

Magnesium: Wirkt sich positiv auf den Herzrhythmus aus und hilft bei Verspannungen. Man findet es beispielsweise in Bananen. "Wenn man Magnesium als Nahrungsergänzung zu sich nimmt, macht man das am besten noch am Vorabend", erklärt der ÖAMTC-Verkehrsmediziner abschließend.

Quelle: ÖAMTC

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