Klimaanlage im Auto richtig nutzen(Bildquelle: Pixabay.com / kaboompics)

Tipps: Klimaanlage im Auto richtig verwenden

Vorsicht: Zu tiefe Temperaturen belasten den Kreislauf.

Wer in der Hitze einen kühlen Kopf behält, ist entspannter und damit sicherer unterwegs. Da wird die Klimaanlage im Auto zur fast unverzichtbaren Ausstattung. Manche Menschen klagen allerdings über Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder fürchten sich vor einer Verkühlung. "Wenn man einige Tipps beachtet, kann man die Klimaanlage ohne Nebenwirkungen benutzen", sagt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl und gibt folgende Ratschläge:

Ist das Fahrzeug vom Parken in der Sonne aufgeheizt, muss die heiße Luft so schnell wie möglich aus dem Auto. Deshalb den Motor starten, die Klimaanlage auf niedrigste Temperatur einstellen und das Gebläse voll aufdrehen. Die Fenster sollten dabei offen sein, damit die heiße Luft schnell entweichen kann.

Nach etwa drei Minuten Fenster und - wenn vorhanden - Schiebedach schließen. Nach Betätigung der "Umluft"-Taste wird nur noch die Luft im Wageninneren umgewälzt, dadurch kühlt sie schneller ab.

Nach weiteren fünf Minuten sollte man die Funktion "Umluft" wieder ausschalten. Ansonsten könnten die Scheiben beschlagen und die Luftqualität im Auto sinken.

Die Kühlluft sollte nie direkt auf den Körper zielen, sonst drohen Verkühlungen. Die beste Dauerkühlung erreicht man über die Defrosterdüsen der Frontscheibe.

Übertriebenes Abkühlen ist für die Gesundheit sehr schlecht. Je tiefer man die Temperatur regelt, desto mehr belastet man seinen Kreislauf. Die Klimaanlage sollte daher maximal fünf Grad unter der Außentemperatur eingestellt werden.

Alle zwei Jahre sollte man einen Klimaanlagen-Check durchführen lassen. "Klimaanlagen sind mit Kältemitteln befüllt. Diese verflüchtigen sich sehr leicht und damit lässt die Kühlleistung stark nach", informiert Steffan Kerbl. Die optimale Menge an Kühlmittel, die Dichtheit des Systems und ein funktionierendes Aggregat tragen dazu bei, dass die Klimaanlage optimal funktioniert. Bei der Klimaanlagen-Überprüfung wird das Kältemittel abgelassen, gewogen und eine eventuell fehlende Menge wieder nachgefüllt. Bei dieser Gelegenheit kann auch gleich der Innenraum-Luftfilter kontrolliert bzw. wenn nötig getauscht werden. Außerdem wird die Klimaanlage bei Bedarf desinfiziert. So lässt sich der unangenehme Modergeruch vermeiden, den ältere Anlagen oft im Fahrzeug verströmen.

Wenn Autobesitzer eine Wasserlache unter ihrem Fahrzeug bemerken, handelt es sich um Kondenswasser, das vom Verdampfer getropft ist. Das ist ganz normal. Ebenso harmlos ist ein Nebel, der kurze Zeit nach dem Einschalten der Klimaanlage aus den Luftdüsen strömt. Dieser Nebel stammt ebenfalls vom Verdampfer und ist nichts anderes als feuchte Luft.

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