Tipps zum nachträglichen Einbau von Tagfahrleuchten

Fahrzeugspezifische Einbausätze überzeugen mit großem Qualitätsvorsprung

Die EU-Kommission plant, die serienmäßige Ausstattung aller Pkw mit echtem Tagfahrlicht 2011 zum EU-Gesetz zu machen. Der ÖAMTC begrüßt diesen Vorstoß, da Tagfahrleuchten die beste Lösung für Verkehrssicherheit und Umwelt sind. Sie blenden entgegenkommende Fahrzeuge nicht und verursachen keinen merklichen Kraftstoff-Mehrverbrauch . Bisher haben allerdings nur wenige Hersteller (Audi, VW, Citroen, BMW) einige ihrer Modelle serienmäßig damit ausgestattet. Der ÖAMTC hat deshalb überprüft, wie einfach oder schwierig sich die Nachrüstung von Autos mit Tagfahrleuchten (TFL) gestaltet. Getestet wurde der Einbau von fahrzeugspezifischen und universellen Einbausätzen, die über Internet und Fachhandel vertrieben werden.

Dabei zeigte sich, dass fahrzeugspezifische Einbausätze das beste Ergebnis bringen. Sie sind vom Profi in etwa einer Stunde montiert , aber auch Hobbymechaniker können den Einbau selbst durchführen. Die Leuchten werden anstelle vorhandener Lüftungsgitter in die Fahrzeugfront eingebaut. Somit können sie sich kaum verstellen oder beschädigt werden. Die mitgelieferten Kabelsätze sind so durchdacht, dass auch der Laie sie einfach verlegen und anschließen kann . ÖAMTC-Techniker Thomas Stix: "Diese Einbausätze haben leider einen großen Nachteil . Sie werden nur für stark nachgefragte Automodelle produziert ." Es gibt sie beispielsweise von Hella für Ford Focus II, VW Golf III, Golf IV, Golf V und Opel Astra H. Preislich bewegen sich die Einbausätze zwischen ca. 120 und 300 Euro .

Bei den universellen Einbausätzen wurden Produkte von AuCo, Hella und in.pro getestet. Sie sind wesentlich billiger und - je nachdem, ob mit Glühlampe oder Leuchtdiode (LED) als Leuchtquelle - ab bereits 50 Euro erhältlich. Qualität und Benutzerfreundlichkeit lassen allerdings zu wünschen übrig. Die Montage kann bis zu mehreren Stunden dauern und sollte vom Fachmann durchgeführt werden. Vor dem Kauf müssen dringend die Bauform (rund, oval oder eckig) und die Bautiefe geprüft werden. "Wir empfehlen dazu, die Leuchten vor dem Kauf an das eigene Fahrzeug zu halten. So kann man sich am besten einen Eindruck von der Montage verschaffen. Sonst wird der Einbausatz eventuell zum sprichwörtlichen Kamel vor dem Nadelöhr", so der ÖAMTC-Techniker. Ganz wichtig ist auch zu beachten, dass die Leuchten nicht über die Kontur der Stoßstange hinausstehen. Gegebenenfalls kann man ein Luftgitter ausschneiden, diese Arbeit überlässt man aber besser einem Profi . Stix warnt: "Ein Stromkabel ist dabei schnell durchschnitten." Bei der Qualität zeigen sich teilweise grobe Mängel. Beispielsweise fehlt oftmals ein Schutzschlauch und somit ein wirksamer Nässeschutz über dem Kabelstrang. Teilweise sind außerdem die Verbindungselemente minderwertig.

Nachrüst-Tagfahrleuchten unterscheiden sich auch in der Art der Lichtquelle. Die günstigsten Produkte verfügen über zwei herkömmliche 21-Watt-Glühlampen . Empfehlenswert sind Modelle mit Longlife-Glühlampen (sechs Watt) ebenso wie Leuchtdioden (LED , unter vier Watt), die nach Herstellerangaben 8.000 bis 10.000 Stunden halten sollen - also ein Fahrzeugleben lang. "Für diese Leuchtmittel ist in den meisten Fällen gar kein Austausch mehr vorgesehen . Damit ist die TFL-Nachrüstung des Autos mit einem einmaligen Aufwand für immer erledigt ", so Stix abschließend.

Quelle: ÖAMTC

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