Autofahren bei Grippe birgt hohes Risiko

Fahrtüchtigkeit und Reaktionsfähigkeit sind stark eingeschränkt

Die Influenzaviren treiben wieder ihr Unwesen. Sie verbreiten sich schnell durch Tröpfcheninfektion und mutieren immer wieder. Deshalb gibt es keinen Impfstoff, der gegen alle Grippeviren schützt. " Ist man an Grippe erkrankt, darf man sich keinesfalls hinters Steuer setzen ", warnt ÖAMTC-Verkehrsmediziner Raimund Saam. "Die Fahrtüchtigkeit ist erheblich eingeschränkt und die Unfallgefahr steigt überproportional."

Ein Nieser oder ein Hustenanfall, bei dem sich reflexartig die Augen schließen , kann den Lenker in eine lebensbedrohliche Situation bringen. "Bei 50 km/h fährt er 20 Meter im Blindflug", sagt der ÖAMTC-Verkehrsmediziner. Durch Schnupfen und das vermehrte Augentränen verschlechtert sich auch die Sehfähigkeit, sodass andere Fahrzeuge oder Hindernisse oft zu spät wahrgenommen werden. Dazu kommt, dass durch Fieber die Reaktionsfähigkeit um mehr als das Doppelte verlängert wird, was besonders die Gefahr eines Auffahrunfalles erhöht. Neben einem deutlichen Nachlassen der Aufmerksamkeit tritt auch eine raschere und verstärkte Ermüdung auf, die vor allem bei längeren Autofahrten das Unfallrisiko erhöht .

Wer glaubt, durch Medikamente fahrtauglich zu sein, irrt. " Grippemittel verschlechtern die Fahrtüchtigkeit noch zusätzlich . Sie haben oft eine dämpfende Wirkung auf das Gehirn und schränken die Reaktionsfähigkeit noch mehr ein. Auch durch fiebersenkende Medikamente verbessert sich die Gehirnleistung nicht", erklärt der ÖAMTC-Verkehrsmediziner.

Quelle: ÖAMTC

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