Ford "Sleep Suit" zeigt Auswirkung von Übermüdung beim Autofahren

Müdigkeit ist ein Faktor bei bis zu 20 Prozent der Verkehrsunfälle.

Die meisten Menschen wissen, dass Schlafmangel sowohl Gemütszustand als auch Konzentration beeinträchtigen kann, aber Schlafentzug kann auch die Fähigkeit zum sicheren Autofahren ernsthaft beeinträchtigen. Müdigkeit ist ein Faktor bei bis zu 20 Prozent der Verkehrsunfälle. Laut Experten kann das Wachbleiben über einen Zeitraum von mehr als 18 Stunden sogar mit einem leicht alkoholisierten Zustand verglichen werden. Ein von Ford in Auftrag gegebener "Sleep Suit" ermöglicht es, die Auswirkungen der Müdigkeit auf das Autofahren in einer sicheren Umgebung mit den eigenen Sinnen zu erleben. "Der Anzug bietet unter anderem eine spezielle Brille, um Mikroschlaf zu simulieren. Dabei handelt es sich um eine unkontrollierbare Reaktion auf Müdigkeit, bei der man zehn Sekunden oder länger quasi blind fährt, selbst wenn die Augen noch geöffnet sind", sagte Dr. Gundolf Meyer-Hentschel, CEO des Meyer-Hentschel Instituts, der den Anzug entwickelt hat. "Ich würde nicht mit übermüdeten Personen im Auto mitfahren wollen, und meine Hoffnung ist, dass unsere Simulation allen Teilnehmern die Bedeutung von Schlaf nachhaltig verdeutlicht".

In Verbindung mit einer Smartphone-App kann die Brille so eingestellt werden, dass der Fahrer zunächst eine halbe Sekunde lang nichts sieht, dann für immer längere Zeiträume, bis zu zehn Sekunden. Zusammen mit speziell entwickelten Manschetten vermittelt der insgesamt 18 Kilogramm schwere "Schafanzug" einen Eindruck von der Beeinträchtigung beim Autofahren durch Schlafmangel. "Ausnüchtern ist das einzige Mittel, um in einem zeitlichen Abstand nach dem Alkoholkonsum wieder fahrtauglich zu werden. Ganz ähnlich verhält es sich mit Schlaf; er ist das einzige Mittel gegen Müdigkeit. Wenn Sie während einer Pause 20 Minuten lang schlafen, vielleicht noch einen Kaffee trinken, kann das im Zweifelsfall über Leben oder Tod entscheiden. Wenn Sie trotz allem müde sind, sollten Sie überlegen, ob es eine andere Möglichkeit als das Autofahren gibt, um an Ihr Ziel zu gelangen", fügt Meyer-Hentschel hinzu.