Autofahren im Winter ist oft eine Herausforderung

Übung und Routine geben Sicherheit und mindern Angst beim Fahren

Schnee, Glätte, Nässe und Schneematsch - diese unterschiedlichen Wetterbedingungen sind derzeit eine Herausforderung für viele Autofahrer . Besonders bei ungeübten Fahrern fährt die Angst mit. "Sie fühlen sich oft unsicher und überfordert. Es sind mehrere Horrorvorstellungen , die dem Lenker Sorgen bereiten", sagt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Dora Donosa und gibt Beispiele:

  • Die Angst ins Rutschen zu geraten und womöglich die Herrschaft und Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren.
  • Die Angst mit dem Fahrzeug hängen oder stecken zu bleiben .
  • Die Angst aufgrund schlechter Sichtbedingungen die Orientierung zu verlieren , zum Beispiel den Verlauf von Fahrspuren nicht mehr richtig zu erkennen.
  • Die Angst vor anderen Verkehrsteilnehmern , die offensichtlich die Situation unterschätzen.

 
"Angst äußert sich darin, dass man verkrampft und unsicher fährt. Übermäßige Angst kann im Extremfall zu unüberlegten Handlungen und falschen Reaktionen führen ", weiß die ÖAMTC-Expertin.
 
Gegen diese Unsicherheiten hilft Routine . "Wer oft mit winterlichen Fahrverhältnissen zu kämpfen hat, bekommt ein 'Gespür ' dafür, welche Fahrweise bei Schnee, Glätte oder Nässe nötig ist", so Donosa. Außerdem spielt es eine Rolle, wie lange man schon ein und dasselbe Auto fährt und weiß, wie es sich auf Schnee und Eis verhält. Die richtige Winterausrüstung des Fahrzeugs ist natürlich Grundvoraussetzung.
 
So kommt man sicher durch den Winter

  • Optimale Winterausrüstung ist unerlässlich. Dazu gehören gute Winterreifen, gegebenenfalls Schneeketten im Kofferraum, genug Flüssigkeit und Frostschutz in der Scheibenwaschanlage und funktionstüchtige Scheibenwischer. Eiskratzer und Schneebesen wie auch eine Decke dürfen nicht fehlen. Wer vorgesorgt hat, ist sicherer und mit einem wesentlich besseren Gefühl unterwegs.
  • " Erfahrung mit winterlichen Fahrverhältnissen mindert die Angst. Es ist daher vorteilhaft, sich durch ein Training mit den veränderten Bedingungen vertraut zu machen", sagt die ÖAMTC-Expertin. Nur so lernt man, wie man sich in Extremsituationen richtig verhält und bekommt ein Gefühl von Sicherheit und Kompetenz.
  • In schwierigen Situationen ruhig bleiben und sich auf den Verkehr konzentrieren . Unbedingt das Fahrverhalten entsprechend anpassen, die Geschwindigkeit reduzieren, auf ausreichenden Sicherheitsabstand achten und sich nicht durch andere hetzen lassen. "Wichtig ist, dass man jegliche Ablenkungen vermeidet, gegebenenfalls die Musik abdreht und auf das Telefonieren verzichtet", erklärt Donosa.
  • Bei längeren Fahrten unter schwierigen Verhältnissen unbedingt mehr Pausen machen .
  • Bei extremen Bedingungen ist es oft besser, die Fahrt zu verschieben oder auf das Auto zu verzichten und auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.

 
Eine ideale Vorbereitung auf winterliche Verhältnisse ist das Fahrsicherheitstraining , das vom ÖAMTC in seinen Fahrsicherheitszentren angeboten wird. Man lernt in vielen praktischen Übungen, wie man Gefahren rechtzeitig erkennen und vermeiden kann und durch richtiges Handeln und Reagieren auch Krisensituationen bewältigt. Auch langjährigen Autofahrern hilft ein Fahrsicherheitstraining zum Perfektionieren der richtigen Reaktion in winterlichen Gefahrensituationen.
 
Informationen zum ÖAMTC-Fahrsicherheitstraining gibt es auf der Website des Clubs im Internet unter www.oeamtc.at/fahrsicherheit .
 
Quelle: ÖAMTC

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