Diabetes : Tipps für die Sicherheit beim Autofahren

Bewusstseinsstörungen durch Unterzuckerung möglich

In Österreich leiden 250.000 Menschen an Diabetes, etwa gleich hoch wird auch die Dunkelziffer geschätzt. Durch die jährliche Zunahme an Diabetikern um fünf Prozent steigt auch die Zahl der an Unfällen beteiligten Diabetiker.

Die Gefahr bei zuckerkranken Lenkern besteht darin, dass durch die Folgen der Krankheit Bewusstseinstrübung und sogar Bewusstseinsverlust eintreten können. Wichtig für zuckerkranke Autofahrer: eine umfassende Diabetes-Schulung, jährliche augenfachärztliche Untersuchung, regelmäßige Blutzuckerselbstmessung und allgemeinmedizinische Kontrollen.

Der ÖAMTC hat Tipps zusammengestellt, wie Diabetiker mit dem Auto sicher unterwegs sind:

  • Vor Fahrtantritt Blutzucker messen - Studien zeigen, dass das Nichtmessen des Blutzuckers vor Fahrtantritt und nicht die Schwere der Krankheit ausschlaggebend für die Unterzuckerung ist.
  • Immer Traubenzucker mitführen
  • Dreimonatiger Langzeitzuckertest (HBA1c-Kontrolle) beim Arzt
  • Augenfachärztliche Kontrolle einmal im Jahr
  • Jährliche Vorsorgeuntersuchung
  • Alle Daten im Diabetes-Ausweis dokumentieren
  • Bei längeren Fahrten alle zwei Stunden eine Pause machen und Zwischenmahlzeiten einnehmen
  • Nachtfahrten und Fahrten bei schlechter Sicht wegen vermehrter Blendempfindlichkeit vermeiden
  • Fahrt sofort unterbrechen, wenn Anzeichen einer Unterzuckerung auftreten !

Quelle: ÖAMTC