ESP ab 1. November 2011 in der EU Pflicht

Geringeres Unfallrisiko und Erhöhung der aktiven Sicherheit für Pkw - gilt für alle in der EU neu typisierten Pkw-Modelle

Ab 1. November 2011 müssen alle in der EU neu typisierten Pkw-Modelle mit einem elektronischen Stabilitätsprogramm (ESP bzw. ESC) ausgestattet sein. "Dadurch wird die Sicherheit im europäischen Straßenverkehr signifikant erhöht. ESP reduziert die Anzahl von Schleuderunfällen um bis zu 80 Prozent. Jährlich 4.000 Tote und 100.000 Verletzte weniger auf Europas Straßen sind möglich, wenn alle Fahrzeuge mit ESP ausgestattet sind", betont ÖAMTC-Experte Friedrich Eppel die Bedeutung des elektronischen Assistenzsystems.
 
ESP ist neben dem Gurt einer der wichtigsten Lebensretter. Erst im Mai dieses Jahres demonstrierte Formel1-Doppelweltmeister Sebastian Vettel bei der eSafety-Challenge im ÖAMTC Fahrtechnik Zentrum Teesdorf die Wirksamkeit des elektronischen Assistenzsystems.

 
Die neue Verordnung gilt für alle Fahrzeuge, die innerhalb der EU typengenehmigt werden. "Das betrifft weder Autokäufer noch -händler, sondern nur die Fahrzeughersteller. Also beispielsweise ein neues Fahrzeug-Modell, das erst jetzt typengenehmigt wird und danach auf den Markt kommt", stellt der ÖAMTC-Experte klar. Die Autos, die aktuell in den Autohäusern gekauft werden können, sind schon längst in der EU typengenehmigt. Auch bei einem Fahrzeugimport ist die Neuregelung nicht relevant, weil das keine Typengenehmigung, sondern nur eine Zulassung darstellt. Erst im Jahr 2014 müssen dann alle Neufahrzeuge mit ESP (ESC) ausgestattet sein.

"Was ESP für die Sicherheit von Pkw bedeutet, ist ABS bei Motorrädern. Wichtig wäre daher, dass auch dieses Sicherheitsfeature für neue Motorräder bald verpflichtend vorgeschrieben wird", so Eppel zu einer weiteren wesentlichen ÖAMTC-Forderung.

Quelle: ÖAMTC

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