Alte Eisenbahnschranken blockieren Rettungskräfte

Täglich müssen Einsatzfahrzeuge minutenlang vor veralteten Eisenbahnkreuzungen warten.

Während sich die Politik viele Gedanken über die Umweltverschmutzung durch Pkw macht, oder wie man auf der Strecke Wien - Salzburg zwei Minuten einsparen kann, gäbe es auch andere Themen, wo die ÖBB und das Infrastrukturministerium mal einen Blick darauf werfen sollten. Jeden Tag müssen in Österreich Einsatzfahrzeuge minutenlang vor verschlossenen Bahnschranken warten, während oft jede Sekunde zählt. So zum Beispiel im Bezirk Baden, wo es noch jede Menge veralteter Schranken gibt, die minutenlang den Verkehr aufhalten. In Ebreichsdorf gehen die Schranken schon runter, wenn der Zug noch nicht einmal im rund 500 Meter vom Schranken entfernten Bahnhof eingefahren ist. Kommt dann auch noch ein Zug aus der anderen Fahrtrichtung, kann der Schranken schon mal 10 Minuten unten bleiben.

Dabei zählt gerade bei einem Rettungs- oder Feuerwehreinsatz jede Sekunde. Wenn das Einsatzfahrzeug auch nur 5 Minuten vor einem unnötig lang verschlossenen Bahnschranken warten muss, ist das für einen auf Hilfe Wartenden mitunter das Todesurteil. Dabei erlaubt es die heutige Technik, Züge und Schrankenanlagen exakt zu steuern. Dass hier bei der Umrüstung alter Schrankenanlagen auch Kosten entstehen, ist klar. Die Frage ist halt, welche Priorität man bei den ÖBB und in der Politik diesem Thema einräumt, während um Milliarden Euro div. Tunnel durch Berge gegraben werden.

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