Fahren in der Kolonne mit richtigem Abstand

Mit den richtigen Tipps den großen Verkehrskollaps vermeiden

Endlich Wochenende . Das Auto ist gepackt, das wohlverdiente Wochenende nur mehr ein paar Kilometer entfernt. Laut Routenplaner eine Sache von einigen Kilometern. Wenn sich die Blechlawine aber auf der Autobahn zieht, so weit das Auge reicht, dann liegen die Nerven oft blank. Im dichten Kolonnenverkehr kommt es jetzt darauf an, einen kühlen Kopf zu bewahren und sich partnerschaftlich zu verhalten. "Kleine Verkehrssünden, wie etwa ein Spurwechsel ohne Blinken , können zum Verkehrszusammenbruch führen", warnt Gerhard Blümel, Leiter des ÖAMTC-Fahrsicherheitszentrums Teesdorf.

Die Top-Fünf-Fahrsicherheitstipps
"Aber der sicher wichtigste Tipp ist, einfach die Nerven zu bewahren und gerade in Stress-Situationen anti-aggressiv unterwegs zu sein - auch wenn's oft schwer fällt", sagt ÖAMTC-Experte Blümel abschließend.

  1. Abstand halten : Auch bei niedrigen Geschwindigkeiten ist ausreichender Sicherheitsabstand zum Vordermann nötig. Gleichzeitig sollte auch der Hintermann beobachtet werden. Hält er so wenig Abstand, dass man im Rückspiegel seine Nummerntafel gar nicht mehr sieht, muss damit gerechnet werden, dass es bei einer Notbremsung krachen kann. "Man muss noch mehr Abstand nach vorne halten, um auch die Fehler der anderen ausbessern zu können. Das ist reiner Selbstschutz", weiß der ÖAMTC-Experte.
  2. Vorausschauend fahren : Plötzliche Fahrmanöver sollte man unbedingt vermeiden. Der ÖAMTC empfiehlt, bei einem Fahrstreifen-Wechsel z.B. rechtzeitig zu blinken, um nachfolgenden Fahrzeuglenkern genügend Zeit zum Reagieren zu geben. Um über längere Strecken aufmerksam und vorausschauend unterwegs zu sein, braucht man dazwischen unbedingt Pausen zur Regeneration. Für die Konzentration wichtig ist es auch, genug zu trinken.
  3. Fahrstreifen beibehalten : Das Beibehalten der Fahrspur ist gerade bei hohem Verkehrsaufkommen wichtig und hält den Verkehrsstrom im Fluss. Wer dauernd die Spur wechselt, ist zwar ständig in Bewegung, aber auch im Dauerstress - und ist damit gefährlicher, aber erwiesenermaßen langsamer unterwegs.
  4. Einordnen lassen : Bei Einmündungen oder Engstellen durch Unfälle, Pannen oder Baustellenbereiche hält das Reißverschluss-System den Verkehr flüssig. "Klappt das Einfädeln nicht mehr, ist das Ergebnis ein sich schnell aufbauender Stau", warnt der ÖAMTC-Experte.
  5. Gefahrenstellen zügig passieren : Wenn ein Unfall passiert ist, sollten sich Fahrzeuglenker in beiden Fahrtrichtungen auf die Weiterfahrt konzentrieren, um weder die Einsatzkräfte zu behindern noch den Verkehrsfluss zu beeinträchtigen. Häufig behindern Schaulustige das Vorbeifahren an einer Unfallstelle.

ÖAMTC

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