Die häufigsten Fahrfehler und wie man sie vermeidet

Konzentration, rasche und richtige Reaktion sind das Um und Auf.

Ein Fahrfehler kommt selten allein. In vielen Fällen ist nicht einfach fahrerisches Unvermögen der Auslöser, sondern eine Kombination verschiedener Ursachen. Eine der Hauptursachen für Fahrfehler ist unkonzentriertes Fahren . Egal, wodurch ein Lenker unkonzentriert unterwegs ist, die Folgen sind immer eine langsamere und spätere Reaktion . "Dadurch können auch alltägliche Situationen im Straßenverkehr zu einem Problem werden. Bremst zum Beispiel ein Fahrer ab, weil sich vor ihm eine Bodenschwelle befindet oder andere Fahrzeuge langsamer werden, dann kann die Kombination aus zu geringem Abstand und unkonzentriertem Fahren den nachfolgenden Fahrer zu einer Notbremsung zwingen. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem Auffahrunfall", erklärt Hans Danzinger, Leiter des ÖAMTC-Fahrsicherheitszentrums Wachauring/Melk.

Der Fahrsicherheitsexperte listet die häufigsten Fahrfehler auf:
Das richtige Verhalten bei unterschiedlichen Fahrverhältnissen kann man bei einem Fahrtechnikkurs in einem der neun ÖAMTC-Fahrsicherheitszentren in ganz Österreich trainieren. Nach dem Motto " Lernen durch Erleben " werden die Teilnehmer an kritische Situationen herangeführt. "Auf der Straße ist kein Platz, um ein Auto auszutesten und Risiken einzugehen. Das kann man mit professioneller Unterstützung in unseren Fahrsicherheitszentren machen", sagt Danzinger.

  • Unterschätzen bzw. falsches Einschätzen einer Situation im Straßenverkehr : "Vor allem bei schwierigen Fahrbedingungen z. B. durch schlechte Witterung unterschätzen viele Fahrzeuglenker das veränderte Fahrverhalten ihres Fahrzeuges, wie zum Beispiel einen längeren Bremsweg", sagt der ÖAMTC-Experte.
  • Überreagieren bei technischen Gebrechen, z. B. Reifenplatzer : "Wenn man weiß, wie man reagieren muss, dann kann man sein Fahrzeug bei einem Reifenplatzer normalerweise unter Kontrolle halten. Aus Angst und Stress neigen aber viele Autofahrer zum Überreagieren. Unfälle nach einem Reifenplatzer sind in Wirklichkeit meist auf zu hektisches Lenken zurückzuführen", erklärt der Fahrsicherheitsexperte des ÖAMTC.
  • Falsche Blicktechnik : "Wohin man schaut, dorthin fährt man auch", weiß der ÖAMTC-Fahrsicherheitsexperte. Wer in einer Kurve auf die Gegenfahrbahn starrt, dem kann es schnell passieren, dass er über die Mittelleitlinie hinaus gerät.
  • Zu starkes oder hektisches Lenken , z. B. bei einem Spurwechsel, kann zu einem künstlichen Aufschaukeln und Schleudern des Fahrzeugs führen. Manchmal ist falsche Coolness der Auslöser. "Viele Autofahrer lenken in Kurven oder beim Spurwechsel nur mit einer Hand. Da hat man aber weniger Gefühl als mit zwei Händen. Die Folge ist dann ein zu starker Einschlag oder ruckartiges Lenken", führt Danzinger aus.
  • Abrutschen oder verwechseln von Pedalen : Normalerweise ist das Bedienen der Pedale kein Problem. Falsches Schuhwerk oder Stress - im schlimmsten Fall beides auf einmal - können aber zu ungewohnten Fehlern führen. "Fahren mit Flipflops oder Highheels gepaart mit Zeitdruck und vielleicht noch einem Telefonat ohne Freisprechanlage kann schon dazu führen, dass man am Gas statt auf der Bremse steht, oder halt von der Bremse abrutscht", gibt Danzinger zu bedenken. Der Leiter des ÖAMTC-Fahrsicherheitszentrums rät daher zu passendem Schuhwerk und Ausgeglichenheit hinterm Steuer.

Nähere Infos und Buchungsmöglichkeiten zu den ÖAMTC-Fahrtechnikkursen gibt es online unter www.oeamtc.at/fahrtechnik .

Kommentare