Einbau von Lenker-Checks in LKW und Busse gefordert

Fahrtauglichkeit wird vor Inbetriebnahme des Fahrzeuges geprüft

Im vergangenen Jahr sind auf Österreichs Straßen 67 Menschen bei Alkohol-Unfällen gestorben. Alkohol am Steuer betrifft neben PKW-Lenkern aber immer wieder auch Berufskraftfahrer. Und das, obwohl für Lkw- und Buslenker 0,0 Promille am Steuer gilt.

"Das Risiko Alkohol kann man bei Berufsfahrern ausschalten", erklärt ÖAMTC-Verkehrsexperte Willy Matzke. "Die Skandinavier machen es vor." In vielen skandinavischen Ländern lassen sich Lkw und Busse nur nach einem automatischen Fit-Check, der im Fahrzeug eingebaut ist, in Betrieb nehmen. Dabei wird der Atemalkohol kontrolliert. Ein Start ist nur möglich, wenn der Fahrer absolut fit ist. "Bei der 0,0 Promille-Grenze für Berufskraftfahrer in Österreich ist dieses System einfach umzusetzen", sagt Matzke. "Damit wären betrunkene Lkw- oder Bus-Fahrer keine Gefahr mehr für sich und andere."

Von Jänner bis Mai dieses Jahres waren 941 Unfälle auf Alkoholeinfluss zurückzuführen. Dabei wurden 1.329 Menschen verletzt, 13 starben. Die Zahl der bei Alkohol-Unfällen Getöteten hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um die Hälfte reduziert. "Kein Grund für Entwarnung. Erstens ist die Unfallhäufigkeit konstant geblieben. Zweitens kann sich die Opferzahl jederzeit schlagartig erhöhen", warnt der ÖAMTC-Experte.

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