Winterurlaub : Richtiger Transport der Ski am Auto

Ob Skiträger oder Box - Immer die Sicherheitsmaßnahmen beachten

Wer Ski oder Snowboards auf dem Dach seines PKW unzureichend sichert, riskiert damit schwere Unfälle. Selbst in rundum geschlossenen Dachboxen sollte man die Brettln nie unangegurtet transportieren . Eine Notbremsung aus hoher Geschwindigkeit hätte sonst fatale Folgen: 20 bis 30 Zentimeter Spielraum zwischen den scharfen Skienden und der Kunststoffwand der Dachbox reichen aus, um diese wie ein Geschoß zu durchschlagen.

Jede Sicherung ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied! Bereits beim Kauf eines Trägersystems sollte man sich daher ausführlich beraten lassen : Denn nicht jeder Dachträger passt auf jedes Fahrzeug und nicht jede Dachbox auf jeden Träger. Doch genau das ist wesentlich für einen sicheren Transport. Ebenfalls entscheidend: Boxen sollten im Innenraum bereits mit Zurrgurten für das Ladegut ausgestattet sein.

Anschließend gilt: Bedienungsanleitungen vor jeder Montage genau studieren! Jedes Einzelteil muss unter penibler Einhaltung der Vorschriften befestigt werden. Verschraubungen oder andere Befestigungen sollten immer dreimal - zweimal bei der Montage und einmal nach etwa 20 km Fahrt - auf ihre Festigkeit kontrolliert werden .

Hält bombenfest - oder doch nicht? Wer mit einer Dachbox unterwegs ist, muss immer die vom Hersteller angegebenen Tempolimits beachten , um die Box nicht zu verlieren. Zudem darf der gewonnene Stauraum nicht überladen werden, da sonst die zulässige Dachlast des PKW oder die maximale Kapazität der Box überschritten werden könnte.

"Die wichtigste Grundregel lautet jedoch: Schwere Ladung sollte niemals am Dach sondern immer im Kofferraum des Fahrzeugs verstaut werden", rät Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit. Im schlimmsten Fall bestehe sonst - aufgrund des höheren Schwerpunkts - die Gefahr, sich mit dem PKW zu überschlagen, warnt der Verkehrsexperte.

Ob Dachträger oder -box: Unter Beachtung der Sicherheitsmaßnahmen ermöglichen beide einen unfallfreien Transport. Grundsätzlich gilt jedoch für beide Varianten: Finger weg von "selbstgestrickten" Befestigungen - etwa mit so genannten Gummispannern. Thann: "Das System muss immer zur Last passen - nur dann ist man gefahrlos unterwegs." Übrigens: Für die richtige Verwahrung der Ladung ist der Fahrzeuglenker verantwortlich. Fahrlässigkeit kann mit hohen Strafen von bis zu 726 Euro geahndet werden.

Quelle: KfV