Tempo 160 Teststrecke : ÖAMTC zieht positive Bilanz

Befürchtungen der Gegner nicht eingetreten - Eigenverantwortung der Lenker gestärkt

Am Freitag endet der Probetrieb auf der Tempo-160-Teststrecke in Kärnten. "Extreme Tempoüberschreitungen, wie es sie früher gegeben hat, sind auf der Probestrecke nicht mehr vorgekommen. Die eingehaltenen Sicherheitsabstände wurden meist deutlich größer", zieht ÖAMTC-Verkehrsexperte Willy Matzke eine erste positive Bilanz. Den größten Sicherheits- und Umweltgewinn hat das im Testbetrieb verfügte Überholverbot für Lkw gebracht. Gefährliche Bremsmanöver hinter ausscherenden Lkw und anschließende Beschleunigungen, bei denen Lärm und Abgasemissionen auf ein Vielfaches steigen, sind weggefallen. " In Summe wurde langsamer und harmonischer gefahren ", sagt Matzke. Unfälle gab es nur bei Nacht oder Regen, als ohnedies niedrigere Tempolimits - wie Tempo 110 oder sogar Tempo 80 - galten.

Die meisten geahndeten Geschwindigkeitsüberschreitungen auf der Teststrecke betrafen Lkw während der Nachtzeit, in der für sie Tempo 60 gilt. "Moderne Lkw sind auf 80 Stundenkilometer verbrauchsoptimiert und bei diesem Tempo meist auch leiser", erklärt Matzke. Daher fordert der Club, das praxisfremde Tempolimit 60 aufzuheben, dafür aber Tempo 80 genau zu kontrollieren. "Auch wenn der Versuch in wenigen Tagen endet, soll die errichtete Verkehrsbeeinflussungsanlage unbedingt stehen bleiben", fordert der ÖAMTC-Verkehrsexperte. "Selbst wenn sie keine höheren Limits mehr anzeigt als 130 Stundenkilometer, kann damit weiterhin bei Schlechtwetter das Tempolimit gesenkt werden. Außerdem sollte das auf dieser Strecke generell verfügte maximale Tempo 110 in der Nacht damit elektronisch angezeigt werden." In einem weiteren Schritt wird die Evaluierung dann zeigen, ob die Tempoflexibilisierung praktikabel ist.

Quelle: ÖAMTC

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