Verkehrstote(Bildquelle: commons.wikimedia.org © Usien (CC-BY-SA-3.0))

Rückläufiger Trend bei Verkehrstoten in Österreich

Jedoch Unterschiede bei den einzelnen Bundesländern

Einer Prognose des Kuratoriums für Verkehrssicher- heit (KfV) zufolge ist die Zahl der Verkehrstoten auf Österreichs Straßen weiterhin rückläufig. Im Jahr 2014 konnte darüber hinaus ein weiteres Mal die Marke von 500 verunglückten Menschen auf den heimischen Straßen unterschritten werden. 2013 lag die Grenze bereits bei 455 Personen. Die Regierung investiert auch weiterhin große Summen in den Ausbau der Sicherheit auf unseren Straßen, was dazu geführt hat, dass sich die Zahl verunglückter Personen auch im Jahr 2014 auf 430 verringert hat.

Ein stetiger Rückgang verdeutlicht den positiven Trend

Seit eines historischen Peaks von 2.948 Verkehrstoten im Jahr 1972 nimmt diese Zahl kontinuierlich ab. Allein zwischen 2002 und 2010 verringerte sich die Zahl der Unfälle mit Personen- schaden von rund 37.000 Unfällen auf knapp 14.000. Ähnlich verhielt es sich mit der Anzahl verunglückter Personen, deren Zahl im selben Zeitraum um rund 45 Prozent abnahm. Auch die Verkehrsunfallbilanz 2013 weist einen historischen Tiefstand bei tödlichen Verkehrsunfällen auf. Diese Zahlen sind zwar beachtlich, im Vergleich mit anderen EU-Staaten rangiert Österreich in der Statistik der Unfalltoten Europas aber nur im Mittelfeld.

Häufige Ursache und richtiges Verhalten

Da das Verkehrsaufkommen stetig wächst, werden auch in Zukunft Unfälle auf den Straßen nicht ganz zu vermeiden sein. Ersthelfer und Betroffene müssen an dieser Stelle richtig reagieren. Eine häufige Unfallursache ist der Sekundenschlaf , denn Studien zufolge sind 24 Prozent aller tödlichen Verkehrsunfälle auf diesen zurückzuführen. Am meisten leiden die Konzentration und die Reaktion unter einer erhöhten Übermüdung, vergleichbar mit dem Konsum von Alkohol. Falls sich ein Unfall ereignet hat und alle betroffenen Personen keine bedrohlichen Verletzungen zu beklagen haben, ist es empfehlenswert Beweisfotos zu schießen , denn viele Versicherungen benötigen diese, um den Unfallhergang zu rekonstruieren. Dabei gibt es unterschiedliche Versicherungen, die Autofahrer unterstützen. Die KFZ Versicherung bei Grawe beispielsweise ist in fünf Bereiche zu unterteilen. Zunächst der Rechtsschutz, der besonders bei strittigen Schuldfragen notwendig ist, denn dieser hilft Unfallbeteiligten bei der Durchsetzung der Ansprüche. Eine weitere Police umfasst die KFZ-Haftpflichtversicherung, die vom Gesetzgeber zwingend vorgeschrieben ist. Durch diese Versicherung sind die finanziellen Belastungen der Betroffenen gedeckt. Des Weiteren ist die Insassenunfallversicherung zu nennen, die besonders für den Schutz der Insassen von Bedeutung ist. Denn so ist nicht nur der Fahrzeugführer geschützt, sondern alle anderen Autoinsassen ebenfalls. Außerdem müssen an dieser Stelle auch der Pannenschutz sowie die Kaskoversicherung erwähnt werden.

Maßnahmen der Regierung, um Unfälle zu vermeiden

Die Regierung hat im Laufe der Zeit etliche Maßnahmen ergriffen, um die Anzahl der Unfälle zu reduzieren. So wurde im Jahr 1992 ein Probeführerschein eingeführt sowie Lasermessungen als Mittel zur Geschwindigkeitskontrolle. Kinder müssen im Auto mit Kindersitzen transportiert werden, sofern sie noch keine festgelegte Größe überschritten haben. Eine weitere Initiative zur Sicherheit im Straßenverkehr war die Senkung des Blutalkoholwertes auf 0,5 Promille im Jahr 1998. Diese Maßnahmen wurden 2009 durch weitere Sanktionen im Bereich Alkohol und Geschwindigkeitsüberschreitung verschärft. Außerdem wurde das Telefonieren am Steuer ohne Freisprecheinrichtung verboten.

Ausblick bis 2020

Die Entwicklung, die sich auf Österreichs Straßen vollzieht, ist durchaus positiv zu betrachten. Zwar befindet sich das Land bei einem europaweiten Vergleich gegenwärtig im Mittelfeld, aber die Tendenz der letzten Jahre lässt die Verantwortlichen hoffen, in Zukunft eine Position an der Spitze des europäischen Vergleichs einzunehmen. Momentan rangiert Schweden auf dem ersten Platz, während die Länder Polen, Rumänien und Luxemburg am unteren Ende der Skala liegen. Im Jahr 2013 belegte Österreich europaweit Platz zwölf. Ziel ist es in den kommenden Jahren, Länder wie Frankreich, Finnland und Deutschland zu überholen und so zu den verkehrssichersten Ländern Europas aufzuschließen.